Chancen für junge Künstler

Eine offene, vielfältige Gesellschaft braucht junge Kulturschaffende, die Traditionen hinterfragen und neue Weg gehen. Nachwuchsförderung und der Mut zum Experiment sind deshalb ein wesentliches Element unseres Kulturengagements.

Preisträger Steffen Siegmund (Foto: Armin Smailovic)
Preisträger Steffen Siegmund (Foto: Armin Smailovic)

Traditionell im Dezember verleihen wir den Boy-Gobert-Preis an junge, herausragende Schauspielerpersönlichkeiten an Hamburger Sprechbühnen. 2017 ging er an den virtuosen Schauspieler Steffen Siegmund vom Thalia Theater. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Thalia-Intendant Joachim Lux, Burghart Klaußner, Vorsitzender der Jury, sowie der Schauspieler Jens Harzer würdigten Siegmunds Engagement in einer Matinee.

Beim Körber Studio Junge Regie diente im Juni die Thalia-Bühne in Hamburgs Gaußstraße zum vierzehnten Mal als Versuchslabor für den Regienachwuchs. Kandidaten aus elf deutschsprachigen Hochschulen beteiligten sich. Rund 2.500 Besucherinnen und Besucher konnten zwischen 13 Aufführungen wählen. Der Preis des Festivals ging an das Stück »Nerve Collection« in der Regie von Caroline Creutzburg vom Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen.

Szenenfoto: »Nerve Collection« (Foto: Krafft Angerer)
Szenenfoto: »Nerve Collection« (Foto: Krafft Angerer)
Anja Paehlke (li), Vorstand Körber-Stiftung, überreicht den Preis des Körber Studio Junge Regie 2017 an die Regisseurin Caroline Creutzburg. (Foto: Krafft Angerer)
Anja Paehlke (li), Vorstand Körber-Stiftung, überreicht den Preis des Körber Studio Junge Regie 2017 an die Regisseurin Caroline Creutzburg. (Foto: Krafft Angerer)

Opernstudios, die auf das internationale Niveau großer Opernhäuser vorbereiten, haben sich im deutschsprachigen Raum als Bindeglied zwischen Ausbildung und professioneller Sängerkarriere etabliert. Das Internationale Opernstudio der Körber-Stiftung bietet in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Hamburg jungen Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit, ihre Ausbildung unter den Bedingungen eines Theaterbetriebes zu ergänzen und zu vervollständigen. Während der Zeit ihres zweijährigen Stipendiums wirken die Mitglieder an den Opernproduktionen mit und erhalten eine kontinuierliche, individuelle fachliche Beratung und Förderung.

Ruzana Grigorian, Jóhann Kristinsson, Shin Yeo (Fotos: Staatsoper Hamburg)
Ruzana Grigorian, Jóhann Kristinsson, Shin Yeo (Fotos: Staatsoper Hamburg)
Constanze Wimmer, Privatuniversität Linz, führte eine Umfrage unter Opernstudios im deutschsprachigen Raum durch (Foto: Körber-Stiftung)
Constanze Wimmer, Privatuniversität Linz, führte eine Umfrage unter Opernstudios im deutschsprachigen Raum durch (Foto: Körber-Stiftung)

Dem speziellen Aspekt der Nachwuchsarbeit für den klassischen Gesang widmete sich eine Konferenz gemeinsam mit dem Hamburger Opernstudio unter dem Titel »Das große Versprechen«. Ein Experimentierfeld für Nachwuchskünstler und zeitgenössisches Musiktheater, das Oper als Ort des gesellschaftlichen Austauschs begreift, ist die »opera stabile – a living lab«. Im Herbst 2015 startete das Kooperationsprojekt, das von der Körber-Stiftung gemeinsam mit der Staatsoper Hamburg und weiteren Partnern ins Leben gerufen wurde. Es ist auf drei Spielzeiten angelegt. Als Projektleiter der Staatsoper Hamburg für die opera stabile arbeitet Christoph Böhmke, ehemaliger Stipendiat der Körber Masterclass on Music Education, an einer Öffnung des Hauses für unterschiedliche Zielgruppen.


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