Kunst der Vermittlung

Kulturelles Erbe und Kulturleben der Gegenwart sind nur dann fruchtbare Ressourcen für eine Gesellschaft, wenn für sie Interesse geweckt und Zugänge eröffnet werden. Kulturvermittlung ist deshalb weit mehr als Kulturpädagogik oder Kinderkonzerte. Sie besetzt den gesamten Gestaltungsraum zwischen Kunst und Publikum, entwickelt neue Begegnungs- und Beteiligungsformate, entwirft neue Kommunikationsformen und -inhalte und fragt nach Auftrag und Rolle von Kulturinstitutionen.

 

Exemplarisch für das Engagement auf diesem Feld ist unsere Kooperation mit unserem Nachbarn Elbphilharmonie: Viele Jahre vor der Eröffnung im Januar haben wir mit der Konferenzreihe »The Art of Music Education« eine europaweite Austausch- und Lernplattform über die Rolle von Konzerthäusern in sich verändernden Gesellschaften etabliert. Erfahrungen aus dieser Arbeit bringen wir mittlerweile auch in anderen Kunstsparten ein.

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda eröffnete die Konferenz »Hallo Vermittlung!?« (Foto: Claudia Höhne)
Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda eröffnete die Konferenz »Hallo Vermittlung!?« (Foto: Claudia Höhne)

Der gesellschaftliche Wandel stellt auch Museen vor Herausforderungen, ihre Inhalte zeitgemäß zu vermitteln. Die Konferenz »Hallo Vermittlung!?«, eine Kooperation der Hamburger Deichtorhallen und der Körber-Stiftung, untersuchte im April, wie sich Zielgruppen und Methoden verändern. Rund 150 Fachleute nahmen dabei vor allem drei Themenbereiche für die Vermittlung von Kunst in den Blick: Digitalisierung, Interkulturalität und Öffnung für Menschen mit Demenz.


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