Vermögens- und Finanzbericht 2017

Rahmenbedingungen

Als operativ tätige gemeinnützige Stiftung ist die Körber-Stiftung auf stabile und planbare Erträge angewiesen. Grundlage hierfür ist eine beständige Stärkung der Vermögenssubstanz mit dem Ziel des realen Vermögenserhalts. Diesem Ziel entspricht ein langfristiger Anlagehorizont. Bei der diversifizierten Allokation des Vermögens konzentriert sich die Stiftung auf Sachwerte.

 

Die Grundsätze der Vermögensverwaltung sind in einer vom Vorstand verabschiedeten Richtlinie zur Vermögensverwaltung festgelegt. Sie regelt unter anderem auch die Verwendung von Stiftungsvermögen und enthält Bestimmungen zum Jahresabschluss.

Governance

Der Vorstand der Körber-Stiftung ist als Exekutive für die Vermögensanlage sowie die Erfüllung der Satzungszwecke durch operative Arbeit und Förderung verantwortlich. Der Stiftungsrat, der zweimal im Jahr tagt, überwacht die Tätigkeit des Vorstands. Dazu gehört insbesondere die Genehmigung des jährlich vom Vorstand aufzustellenden Plans über die Verwendung der Mittel der Stiftung für die Satzungszwecke und andere gemeinnützige Zwecke. Das Kuratorium, das im Jahr 2017 fünfmal tagte, überwacht die Vermögensverwaltung der Stiftung und entscheidet über die Ausübung von Rechten bei Gesellschaften, an deren Kapital die Stiftung mit über 20 Prozent beteiligt ist.

 

Die Stiftung erstellt jährlich einen Abschluss nach Handelsgesetzbuch unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips. Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde von der COUNSEL TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft / Steuerberatungsgesellschaft testiert. Zum genannten Zeitpunkt verfügte die Körber-Stiftung über ein Eigenkapital von 524 Mio. Euro (Vorjahr: 519 Mio. Euro) bei einer Bilanzsumme von 577 Mio. Euro (Vorjahr: 560 Mio. Euro).

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Aufteilung des Vermögens

Die Körber AG, ein international tätiger Technologiekonzern mit Hauptsitz in Hamburg, bildet die wesentliche Säule des Vermögens; die Körber-Stiftung hält 100 Prozent an der Körber AG. Darüber hinaus ist das Vermögen überwiegend in Immobilien investiert (vgl. Grafik Vermögensaufteilung).

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Im Jahr 2017 wurde der Anteil der Anlageklasse Immobilien durch den Erwerb einer Immobilie im Raum Stuttgart weiter erhöht. Insgesamt besteht das Immobilienportfolio aus mehreren Gewerbe- und Wohnimmobilien in Deutschland, an denen die Körber-Stiftung direkte und indirekte Beteiligungen hält.

Satzungsgemäße Aufwendungen

Die Körber-Stiftung vereinnahmt jährlich eine Dividende aus der Beteiligung an der Körber AG und erwirtschaftet weitere Vermögenserträge. Unter Berücksichtigung der laufenden Aufwendungen der Vermögensverwaltung konnte aus dieser im Jahr 2017 ein Überschuss von 23,3 Mio. Euro (Vorjahr: 19,5 Mio. Euro) erwirtschaftet werden, der für gemeinnützige Projektaufwendungen verwendet wird (vgl. Grafik Ertrags- und Aufwandsrechnung).

 

Im Rahmen der operativen Projektarbeit wurden 18,8 Mio. Euro (Vorjahr 20 Mio. Euro) aufgewendet, sodass ein Jahresergebnis in Höhe von 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio Euro) erreicht wurde. Hiervon wurden per Saldo 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) den Rücklagen zugeführt.

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Die verausgabten Mittel verteilen sich wie folgt auf die Satzungszwecke (in Mio. Euro):

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Ausblick

Für das Jahr 2018 sind die Aktivitäten der Körber-Stiftung durchfinanziert. Der Haushalt sieht Mittel in Höhe von 19,4 Mio. Euro für die operative Projektarbeit der Stiftung vor. Neben einer weiteren Erhöhung des Immobilienanteils in der Vermögensanlage wird der Wiedereinstieg in die regelmäßige Bildung einer freien Rücklage gemäß deutschem Steuerrecht geplant (§ 62 Abs. 1 Nr. 3 Abgabenordnung).


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